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Honsel verunsichert Mitarbeiter |
Vorstand der Honsel AG verunsichert Beschäftigte mit Forderung nach 5 Stunden umsonst arbeiten “Die Forderung nach dem Aspirin für Arbeitgeber - der unbezahlten 5-Stunden-Woche im Unternehmen - hat sich nun auch beim Vorstand der Honsel AG breitgemacht!“, so der 1. Bevollmächtigte der IG Metall Arnsberg, Wolfgang Werth, am heutigen Freitag wörtlich.
Zum Hintergrund: Seit vergangenem Mittwoch verbreitet der Vorstand am Standort Meschede große Unsicherheit unter den Beschäftigten, indem er die Forderung nach 5 Stunden umsonst arbeiten als noch einziges, alleiniges Hilfsmittel für das Unternehmen predigt. Leider hinterlässt der Vorstand dabei bei den IG Metall-Mitgliedern einen nachhaltigen Beigeschmack, weil diese seit Wochen und Monaten dem Unternehmen jede mögliche und notwendige Flexibilisierung ermöglichen. Am Standort Meschede sind bis zu 168 Stunden in der Woche Betriebsnutzungszeit möglich. Seit Monaten ist für fast die gesamte Belegschaft Überbelastung ein Thema. Es fehlt oft an Wertschätzung für die Arbeit und die Krankenstände steigen. Vor diesem Hintergrund und eines zur Zeit lau-fenden Tarifvertrages sind die Forderungen des Vorstandes der Ausdruck von Hilflosigkeit.
Viele Beschäftigte stellen enttäuscht fest, dass die strategischen Weichen im Unternehmen falsch gestellt sind und Leistungsdruck und Jobangst weiter steigen. Es müssen die Ursachen angegangen werden und nicht nur die Symptome behandelt werden. Das Geschäftsmodell ist grund-sätzlich falsch angelegt.
“Nach Auffassung der IG Metall hat der Vorstand der Honsel AG mit Fragen der Mitarbeiterführung, Krankenstand, Qualität, Kalkulation, ge-nügend Krankheitsherde zu bekämpfen, die nicht einer 5-stündigen Umsonstarbeit bedürfen - die wirkt nur wie weiße Salbe!“, so Werth wörtlich.
Wie geht es weiter? Sollte das Unternehmen einen offiziellen Antrag auf 14,2 % mehr Arbeitsleistung ohne Bezahlung stellen, wird dieser behan-delt, wie es zwischen den Tarifvertragsparteien vereinbart ist und letztendlich entscheiden dann die IG Metall-Mitglieder im Hause Honsel darüber. |